Oskar Kokoschka

2008 November 29
by lisaschmoelzer

 


Oskar Kokoschka wurde am 01.03.1886 in Niederösterreich geboren und starb am  22.02.1980 in Montreux (Schweiz). Er gilt als ein wichtiger Vertreter des Österreichischen Expressionismus und arbeitete sowohl als Maler sowie auch als auch als Grafiker und Schriftsteller.

 

Seine frühesten Aquarelle und Zeichnungen stammen aus seiner Jugendzeit während welcher er die k.u.k. Staatsrealschule im Wiener Gemeindebezirk Währing besuchte. Mit 19 Jahren begann Oskar Kokoschka seine Ausbildung auf der Kunstgewerbeschule in Wien wo unter anderem Gustav Klimt zu seinen Lehrern zählte. Seine Arbeiten dieser Zeit waren geprägt von den Werken Vincent van Goghs, jedoch stießen seine Gefühls und Triebbetonten Portraits, aufgrund seiner Ablehnung des damals vorherrschenden Jugendstils, zu dieser Zeit auf nur wenig Wertschätzung.

 

Zwischen 1911 und 1914 wurden viele seiner Werke – zu dieser Zeit vorwiegend Lithografien – von seiner unerfüllten Liebe zu Alma Mahler inspiriert. Als sie 1914 allerdings von ihm schwanger wurde und gegen seine Willen abtrieb führte dies zu einer schweren Trennung.

Während dieser Zeit änderte Oskar Kokoschka auch seinen Stil und begann mit breiteren Pinselstrichen zu arbeiten. 1914 wurde er Mitglied der freien Sezession in Berlin.

Als der 1. Weltkrieg ausbrach meldete er sich als Freiwilliger und wurde bei Einsätzen in Galizien durch einen Kopfschuss und in der Ukraine durch einen Bajonettstich in der Lunge schwer verwundet. Wieder genesen nahm er 1916 seine Arbeit für das Militär wieder auf arbeitete an der Front als Kriegsmaler.

 

Von 1919 bis 1926 hielt er eine Professur an der Kunstakademie in Dresden von der er allerdings schon 1924 freigestellt wurde. Die darauf folgenden Jahre verbrachte er auf Reisen durch Europa, Nordamerika und um das östliche Mittelmehr welche ihn zu zahlreichen Städteportraits und Landschaftsbildern inspirierten.

 

Ab 1931 hatte er mehrere Ausstellungen in Paris und Wien, weswegen er zwischen diesen beiden Orten pendelte. Als 1934 die politische Situation in Österreich und Deutschland zu prekär wurde, sah er sich gezwungen nach Prag zu flüchten wo er seine spätere Frau Olda Palkoska kennen lernte. In Prag gründete er, um sich dem Nazideutschen Kunst(un)verständnis entgegenzusetzen, 1937 den „Oskar Kokoschka Bund“  im dessen Rahmen er mehrere Ausstellungen und Künstlerfeste veranstaltete. Unter anderen organisierte er Ausstellungen „Entarteter Kunst“ unter dem Titel „Freie Deutsche Kunst“.

 

1938 flüchtete er nach Großbritannien, da seine Werke als „entarte Kunst“ eingestuft worden waren. Dort wurde er ein aktives Mitglied der Österreichischen Exilorganisation „Young Austria“ und 1941 heiratete er Olda Palkovská in einem Luftschutzkeller in London. 1946 nahm der die Britische Staatsbürgerschaft an und kehrte erst 1975 zu seiner Österreichischen Staatsbürgerschaft zurück. Nach Ende des 2. Weltkriegs veranstaltete er seine ersten großen Ausstellung in Zürich und Basel.

 

1953 gründete Kokoschka zusammen mit Friedrich Welz als „Schule des Sehens“ die „Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg“ auf der Festung Hohensalzburg. Kokoschka ging weiterhin auf viele Reisen und veranstaltete verschiedene Retrospektiven seiner Werke unter anderem in der Schweiz, in Österreich und in Japan.

Er war Teilnehmer der Documenta I (1955), Documenta II (1959) und Documenta III (1964) in Kassel.

 

Am 22. Februar 1980 verstarb Oskar Kokoschka in Montreux.

 

Nach seinem Tod wurde der Oskar-Kokoschka-Preis für Leistungen auf dem Gebiet der bildenden Kunst ins Leben gerufen.


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